Kursdetails

Der geteilte Picasso. Der Künstler und sein Bild in der BRD und der DDR - Ausstellung im Museum Ludwig Köln

Kursnummer 221-3131
Kursstatus Anmeldung möglich Anmeldung möglich
Beginn Fr., 21.01.2022, 15.30 - 17.00 Uhr
Dauer 1 Termin
Dozent/-in Dr. Jenny Graf-Bicher
Kursort
Corona-Regeln beachten Sie die aktuellen Zugangs- und Schutzregeln
Kursgebühr 12,00 €
Bemerkungen zzgl. Eintritt
Treffpunkt: Foyer des Museums Ludwig, Heinrich-Böll-Platz

Anhand ausgewählter Werke von Picasso, z. B. das Motiv der Taube, "Guernica", "Krieg und Frieden", beleuchtet die Ausstellung, wie verschieden die Beurteilungen des Künstlers in den beiden deutschen Staaten waren. Feierte man Picasso im Osten wegen seiner politisch vorbildlichen Haltung als bekennender Kommunist ohne allzu viele seiner Werke zu zeigen, die dem geforderten sozialistischen Realismus nicht entsprachen, schätzte man im Westen die künstlerische Kühnheit und Vielseitigkeit des ungebundenen Genies und ließ die politische Position nahezu unerwähnt, klammerte sogar entsprechend eindeutige Werke, z. B. "Massaker in Korea", aus.
Auf beiden Seiten tat man sich schwer mit der ästhetisch ungewohnten und als provokativ empfundenen Bildsprache. In der DDR wurde Picasso formalistische Dekadenz vorgeworfen, während die ersten Ankäufe für westliche Museen heftige Proteste des Publikums auslösten. Ein besonderes Kapitel ist der Rolle des Sammlerpaares Irene und Peter Ludwig gewidmet. Sie hatten ihre Picasso-Sammlung in den 70er Jahren nach Ostberlin ausgeliehen und zugleich Werke bedeutender ostdeutscher Künstler gekauft. So weichten sie bereits in den 70er Jahren die ideologischen Trennlinien des Kalten Krieges auf.
Die Ausstellung zeigt nicht nur bedeutende Werke des ersten und größten Künstlerstars des 20. Jahrhunderts, sie ist vor allem ein Lehrstück über die Einflüsse von Politik und Ideologie auf die Kunstgeschichte und den Kunstbetrieb.



Termine

Datum
Fr., 21.01.2022
Uhrzeit
15:30 - 17:00 Uhr
Ort