Kursdetails

"Mein Vaterland! Warum ich ein Neonazi war" Lesung und Gespräch mit dem Autor Christian E. Weißgerber

Kursnummer 211-1004
Kursstatus Keine Anmeldung möglich Keine Anmeldung möglich
Beginn Do., 09.09.2021, 10.00 - 16.30 Uhr
Dauer 1 Termin
Dozent/-in Christian Ernst Weißgerber
Kursort Erich-Kästner-Realschule
Kursgebühr gebührenfrei

(In Kooperation mit dem Aktionsbündnis für Demokratiestärkung und Antirassismus - ada und der Stadtbücherei Brühl)
Warum wird man heute noch Neo-Nazi und warum steigen einige wieder aus? Der Szene-Aussteiger Christian Ernst Weißgerber liefert in seinem Buch viele Erklärungen; schonungslos, klar und differenziert. Er stilisiert sich nicht als Opfer widriger Lebensumstände und wurde auch nicht von raffinierten Funktionären verführt: „Ich hatte unzählige andere Möglichkeiten, aber ich wollte Nazi werden.“ In seinem Buch verdeutlicht Weißgerber, wie Alltagsrassismus und bestimmte Männlichkeitsvorstellungen in seiner Jugend im ostdeutschen Arbeitermilieu seinen Weg in die Nazi-Szene ebneten. Rechtes Gedankengut war schon damals kein Randphänomen. Vielmehr schloss es nahezu nahtlos an Vorstellungen der sogenannten Mitte der Gesellschaft an. So ist es vielleicht weniger verwunderlich, dass er überall Gesinnungsgenossen fand: zuerst in der Schule, dann bei der Bundeswehr und später an der Uni. Der heute 30-Jährige klärt anhand seiner Erfahrungen in der organisierten Neonazi-Szene über ideologische Überschneidungen mit gegenwärtigen nationalpopulistischen Strömungen auf.
Christian E. Weißgerber war in der militanten Neonazi-Szene in Thüringen aktiv. Er zog sich 2010 aus der rechten Szene zurück. Seit 2012 klärt er in Schulen, Universitäten und Abendveranstaltungen über die extreme Rechte und ihre moderateren Ausläufer auf. Weißgerber studierte in Jena, Paris und Berlin und arbeitet an seiner Promotion. Er lebt in Berlin und ist als Übersetzer und Bildungsreferent tätig.



Termine

Datum
Do., 09.09.2021
Uhrzeit
10:00 - 16:30 Uhr
Ort
Erich-Kästner-Realschule