100 Jahre Volkshochschulen

100 Jahre Volkshochschulen - Festakt in der Frankfurter Paulskirche


Die Volkshochschule feiert am Mittwoch, 13. Februar, mit einem Festakt in der Frankfurter Paulskirche 2019 ihr 100-jähriges Bestehen. Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts spricht über Bildungsauftrag des Grundgesetzes.

Seit 100 Jahren sind die Volkshochschulen überall in Deutschland unverzichtbare Orte der demokratischen Bildung, wo sich Menschen unterschiedlicher Herkunft und Orientierung begegnen, um miteinander und voneinander zu lernen. Demokratisches Bewusstsein zu fördern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken waren wesentliche Ziele der Weimarer Verfassung von 1919, die in Artikel 148 erstmals alle staatlichen Ebenen aufforderte, die Erwachsenenbildung und insbesondere die Volkshochschulen zu fördern. Dies löste eine deutschlandweite Gründungswelle aus: 1919 gilt als das Geburtsjahr der Volkshochschule moderner Prägung und der Weiterbildung in öffentlicher Verantwortung. 1919 ist das Jahr, in dem die größte Zahl der heute noch existierenden Volkshochschulen erstmalig gegründet wurde. Daran erinnern die Volkshochschulen und ihre Verbände am Mittwoch, 13. Februar 2019, mit einem Festakt in der Frankfurter Paulskirche und stellen sich gleichzeitig der Frage nach den aktuellen Herausforderungen in einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Disparitäten und demokratiegefährdender Orientierungen.Vor 600 geladenen Gästen aus Politik, Bildung und Zivilgesellschaft wird ab 11 Uhr der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Voßkuhle, über den Bildungsauftrag des Grundgesetzes und die Bedeutung der Volkshochschulen referieren.

Und auch wenn die Wurzeln der Volkshochschulen bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen und viele Einrichtungen ihre individuelle Gründung in andere Jahre datieren, so adressiert das 100 Jahre-Jubiläum doch jede der rund 900 Volkshochschulen in Deutschland. Denn das Jahr 1919 setzt den Grundstein für die Entwicklung der Weiterbildung in öffentlicher Verantwortung, die seither konstituierend ist für Volkshochschulen: Artikel 148 der Weimarer Verfassung forderte alle staatlichen Ebenen dazu auf, das Volksbildungswesen einschließlich der Volkshochschulen zu fördern. Die Weiterbildung erhielt damit erstmals Verfassungsrang und wurde zum integralen Bestandteil des öffentlichen Bildungssystems.Dies löst deutschlandweit eine Welle von Volkshochschulgründungen aus. In keinem anderen Jahr der deutschen Geschichte wurden so viele Volkshochschulen erstmals gegründet. Das Jubiläum im kommenden Jahr bietet für die gesamte Volkshochschulfamilie die einmalige Gelegenheit, gemeinsam zu feiern und öffentlich sichtbar zu machen: Mit ihrer einzigartig vielseitigen Angebotspalette sind Volkshochschulen vor Ort die Erste Adresse in Sachen Weiterbildung.

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